Cloud-Computing

Wird sich Cloud-Computing durchsetzen?

Cloud Computing ist die internet-basierte Entwicklung und Nutzung von Computer-Technologien. Die Wolke (Cloud) ist eine Metapher für das Internet und ist eine Abstraktion für die komplexe Infrastruktur, die sich hier verbirgt. Cloud Computing ist ein Stil des Computing in denen IT-Fähigkeiten wie ein Dienst auf dem lokalen Rechner ermöglicht werden. Programme wie die verschiedenen Office-Versionen müssen nicht mehr extra gestartet werden um Texte zu erstellen oder Tabellen zu kalkulieren. User bekommen über das Internet durch den Browser Zugriff auf technologiefähige Dienstleistungen der Textverarbeitung und der Tabellenkalkulation und weiterer Anwendungen. Dazu ist kein Know How oder keine Kontrolle über die Technologie-Infrastruktur erforderlich. Nach der IEEE Computer Society ist Cloud Computing ein Paradigma in dem Informationen dauerhaft auf Servern im Internet gespeichert werden. Im Cache der PCs werden nur vorübergehend Daten gespeichert. Der User bezieht somit nur das aus dem Internet, was er genau in diesem Moment benötigt. Auf der eigenen Festplatte ist nur noch das Betriebssystem und ein Browser vorhanden.

Es gibt viele Gründe warum das Cloud-Computing wirksam werden könnte:
Die Programme sind aus dem Internet stets aktuell, virengeprüft und damit auch absturzsicher. Falls für die Programme etwas zu bezahlen ist dann nur eine temporäre Nutzung. Linzenzgebühren für mehrere PCs würden auch entfallen. Das Werkzeug das zur Reduzierung der Macht der lokal installierten Software führt sind Browser wie Firefox oder seit neustem der Google eigene Browser Chrome. Künftige Browser könnten also viel mehr sein als nur das Fenster zu den Websites. Sie können sich zu einer technischen Plattform entwickeln, auf der Internetnutzung und Computerprogramme verschmelzen.

Relevant in diesem Zusammenhang sind die DSL- und Kabel-Internet-Anschlüsse welche das weltweite Internet heutzutage noch schneller an Millionen privater und dienstlicher Nutzer bringen. Auch auf Mobiltelefonen und Notebooks werden die Daten stärker verteilt gebraucht und müssen nicht mehr dauernd synchronisiert werden.

Die Entwicklung wird am stärksten von US-Technologiekonzernen forciert indem man Milliarden von Dollar in den Aufbau eigener Angebote für den neuen digitalen Markt investiert. Technologieunternehmen wie Dell und Hewlett-Packard (HP) folgen IBM und bieten zunehmend IT-Dienstleistungen an und sind so nicht mehr allein auf den Hardware-Verkauf angewiesen. Im Focus auf Cloud-Computing baut der Telekommunikationskonzern AT&T ein Netz von fünf Super-Internet-Zentren in den USA, Europa und Asien auf.
Auch Yahoo, Intel, das Karlsruher Institut für Technologie und HP als Kooperationspartner investieren in sechs Internet-Datenzentren. IBM ist schon einen Schritt weiter und betreibt bereits neun Internet-Datenzentren in Kooperationen mit Universitäten und Google.

Google, schon als reiner Suchmaschinen-Anbieter ein Monopolist, hat sich schon seit langem auf diesem digitalen Markt der Zukunft ausgerichtet. Jeder User des E-Mail-Dienstes Gmail (in Deutschland Google-Mail) hat heute schon einen Einblick in die neue digitale Welt. Nahtlos verbindet Google das Mailing mit einen Online-Office. Aber auch der Yahoo-Fotodienst Flickr versucht das Internet als Speicher- und Verteilungsdienst für Fotos zu etablieren. Anders als bei Google muss man hier aber für eine effektive Nutzung zahlen.

Das bekannteste Cloud-Computing-Programm ist Google Apps. Google Apps bietet gemeinsam benutzbare Online-Business-Anwendungen die mittels Zugriff von einem Web-Browser ermöglicht werden, während die Software und Daten auf den Servern bei Google liegen. Google-Apps bietet allerdings noch nicht die Funktionalität des Microsoft-Marktführers im Office-Bereich. Dafür kann man aber bei Google besser Dokumente austauschen oder gemeinsam bearbeiten. Durch weitere Dienste ist Google inzwischen Hauptkonkurrent des bislang noch populären MS-Office von Microsoft.

Gameforge bietet Online-Spielern schon seit einiger Zeit das Cloud-Computing an, was begeistert angenommen wurde. Die Online-Spieler müssen keine Software installieren noch Updates downloaden und neu installieren. Die Spiele werden bei einer Internet-Verbindung automatisch auf den aktuellen Stand gebracht und laufen damit auch auf älteren Rechnern recht flott.

Microsoft kann sich dem Trend nicht wiedersetzen und versucht mit Silverlight und seinem Browser dem Internet Explorer bei den Usern im Gespräch zu bleiben. Damit macht man sich Konkurrenz im eigenen Haus, denn Silverlight soll auch Tabellen kalkulieren und Texte formatieren können.

Trotz der zunehmenden Begeisterung für das Cloud Computing werden leistungsfähige PCs mit Firmensoftware und Betriebsdaten nicht vom Arbeitsplatz verschwinden. Datenschützer als auch Firmen sind was die Sicherheit der Daten angeht nicht zu überzeugen.

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