Google Dashboard zur Datenübersicht

Google Dashboard ein kleiner Schritt in Richtung Datentransparenz

Immer öfter ist Google wegen Missachtung des Datenschutzes in die Schusslinie geraten. Zuletzt drohte dem Unternehmen eine Kartellklage durch die Obama - Administration und auch Microsoft sorgte durch eine Verleumdungskampagne für immer mehr besorgte Nutzer.
Die Bedenken sind berechtigt, denn je mehr Dienste ein Nutzer von Google anwendet, desto mehr Daten werden über ihn durch Google gespeichert. Auch Daten von anderen Internetseiten können ihren Weg in die riesigen Datenbanken von Google finden. Das Internet wird durch die Spider regelmäßig nach neuen Informationen durchsucht, die von Google dann ebenfalls abgespeichert werden. So hat sich Google einen riesigen Pool von Daten zu jedem Nutzer über dessen Suchverhalten und Nutzung des Internets aufgebaut. Da dies inzwischen jedoch nicht mehr nur den Datenschutzbeauftragten, sondern eben auch den Anwendern bewusst ist, wurde Google so immer weiter in die Defensive gedrängt. Mit dem neuen Dashboard versucht das Unternehmen nun einen ersten Schritt in Richtung Datentransparenz, als Reaktion auf die zahlreichen Anschuldigungen.

Mit diesem neuen Dienst soll es ab sofort jedem Internetnutzer mit einem Google-Konto möglich gemacht werden, die über ihn gespeicherten Daten einzusehen. Abgerufen werden dabei nur die in Google-Diensten abgelegten Daten. Dabei handelt es sich um Informationen zum Profil bzw. Google-Konto, weitere Daten aus Blogger, YouTube, Google Alerts, Kalender, Mail, Reader, Talk, iGoogle, Kontakte Text & Tabellen alias Google Docs sowie über die mit dem Suchstring von Google durchgeführten Suchen. Aufgelistet werden u.a. die meist besuchten Webseiten. Aber auch in den Bereichen webmaster findet man Daten zu vorgenommenen Aktionen wie z.B. übersandte Spamberichte an Google.
Zu allen Daten wird im Dashboard angezeigt, wo sie gewonnen wurden und ob Sie auch von anderen Nutzern eingesehen werden können.
Das Positive:
Google hat im neuen Dashboard eine Funktion zum Löschen der Daten mit eingebaut. Durch diese soll jeder Nutzer selbst bestimmen können, welche Daten über ihn gespeichert werden dürfen und von anderen Anwendern eingesehen werden können.
Dennoch können Nutzer nicht auf alle gespeicherten Daten über das neue Google Dashboard zugreifen. Daten die über die Google Dienste wie Google Analytics, Adsense, Feedburner, Sites, News, Groups, Anzeigenmanager, Subscribed Links und Adwords werden bisher lediglich verlinkt. Aber auch mit diesen verlinkten Daten, sind längst nicht alle Daten zum jeweiligen Benutzer im Dashboard aufgeführt:
Google speichert bei jedem Suchvorgang IP-Adresse, Cookies und andere Informationen z.B. Surfgewohnheiten vom Nutzer. Diese Daten werden zu jedem Nutzer, ausser er surft anonym, gespeichert. Es spielt dabei keine Rolle, ob dieser einen Google Account besitzt oder einen der Dienste von Google auch aktiv verwendet. Diese Informationen sind daher auch mit dem neuen Dashboard nicht verbunden und können daher auch nicht eingesehen oder gelöscht werden.

Fazit:
Mit dem neuen Dashboard hat Google versucht Datentransparenz für seine Anwender zu ermöglichen. Bisher jedoch fehlen zahlreiche Informationen in der Übersicht oder sind nicht direkt zugänglich. Damit hat Google nur einen kleinen Schritt in Richtung Datenschutz unternommen und die großen Ansatzpunkte für Datenschutzbedenken bisher vollkommen außer Acht gelassen.

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