Wie wichtig ist das Internet für den Konsumenten in Europa?
Wie nutzt der User das Internet und was bedeutet das für Unternehmen?
Etwa seit 1995 hat sich das Internet zu einem wichtigen Medium für viele Menschen entwickelt. Das Internet ist ein fester Bestandteil im täglichen Leben der Benutzer geworden. Inwieweit sich das Internet auf den Alltag der Benutzer auswirkt und wie Konsumenten das Internet nutzen wird u.a. von der Studie "Digital Influence Index" beantwortet. Die hier zusammengefasste Analyse zeigt auf, wie die User als Konsumenten per Internet mit Unternehmen und anderen Benutzern interagieren. Die Informationen der Studie bieten Marketing- und Kommunikationsexperten gute Entscheidungshilfen beim Einsatz von Online-Interaktionen und -Diskussionen für ihre Kommunikation.
Für diese Studie wurden von Fleishman-Hillard und Harris Interactive ungefähr 5.000 Internet-User in Frankreich, Großbritannien und Deutschland interviewt. Im Fokus der Untersuchung standen Verhaltensmuster in der Medien-Nutzung (Print, Internet, TV usw.) und die Teilnahme an interaktiven Gemeinschafen (wie online Social Networks). Die Studie liefert außerdem Analyse-Ergebnisse zum Thema "Wie nimmt das Internet Einfluss auf bestimmte Entscheidungen" etwa in den Bereichen Gesundheit, Politik, Finanzen, Reisen oder auch beim Einkauf von bestimmten Produkten.
Fünf Ergebnisse zeigen sich als wesentliche Erkenntnisse der Analyse:
Das mit klarem Vorsprung wichtigste Medium im Leben europäischer Nutzer ist das Internet
Obwohl die Studie klar zeigt, dass das Internet inzwischen einen ungefähr doppelt so großen Einfluss wie das Fernsehen und achtmal so viel Einfluss wie die gedruckten Medien hat, ist der Anteil der Online-Werbung mit etwa 8 Prozent am Gesamtwerbe-Aufkommen doch relativ gering. Hier liegt die Empfehlung nah, dass Unternehmen das Internet wesentlich stärker in ihre Kampagnen und ihre Werbe-Budgets einbeziehen sollten. Bedenkt man, dass das Internet in allen drei untersuchten Ländern von etwa 45 Prozent der befragten User als einflussreichstes Medium eingeschätzt wird, ist es schon erstaunlich, dass es von den Werbetreibenden immer noch relativ stark unterschätzt wird.
Keine so schöne Nachricht für die Herausgeber und Verleger von Tageszeitungen und anderen Druckmedien aber es ist mit der Studie erwiesen, dass immer mehr Nutzer sich ihre Informationen und Nachrichten aus dem weltweiten Netz statt aus den althergebrachten Printmedien holen. Das Internet bietet hier einige attraktive Neuerungen, beispielsweise:
Es bietet Suchmaschinen an, die dem Konsumenten eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten anzeigen - und während in der Zeitung von gestern bereits heute der Fisch eingewickelt wird, sind im Internet auch ältere Nachrichten weiterhin verfügbar, sie verschwinden nicht in der Altpapiersammlung.
Bei dem Gebrauch des Internets lassen sich fünf verschiedene Verhaltenskategorien der Konsumenten deutlich unterscheiden
Aus diesen Verhaltens-Paradigmen sind verschiedene Muster für verschiedene Branchen abzuleiten, die konkret in Werbe-Kampagnen oder vergleichbaren Methoden verwendet werden können.
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WEB - 1.0 - Aktivitäten
Informationssuche – Kommunikation - E-Commerce
Informationssuche: Die Recherche beispielsweise nach Informationen zu einem Gesundheitsthema ist eine Web 1.0 Verhaltensweise, die gefundenen Informationen können dem User beispielsweise zur Entscheidungshilfe (Produktkauf usw.), als Ratgeber (Hobby usw.) oder zur reinen Unterhaltung dienen.
Kommunikation: E-Mail und Instant Messaging
E-Commerce: Online Banking und Online Einkauf
Das bedeutet für die Websites eine benutzerfreudliche Gestaltung und die Suchmaschinen-Optimierung zur Erreichung einer Top-Ranking-Position zur Aufmerksamkeitsgewinnung. -
WEB - 2.0 - Aktivitäten
Blogs - Social Networks
Veröffentlichungen durch User in Blogs, aber auch beispielsweise auf Internetseiten, die Produktbewertungen enthalten - ist eine Verhaltenweise des Web 2.0. Die suchmaschinen-optimierten Websites, Blogs, Wissensportale sollten Inhalte zur Verfügung stellen. Ebenso ist es ratsam Diskussionsforen, Social Networks zu beobachten und bei Bedarf offen und ehrlich zu reagieren. -
WEB - 3.0 - Aktivitäten
Mobiles Web, eine Verhaltensweise des Web 3.0
Auf der grünen Wiese oder am Palmenstrand oder im Cafe am Rheinufer: Der User der Zukunft benutzt die Internetangebote ortsunabhängig, dazu benötigt er mobile Endgeräte und die Anbieter müssen Web-Inhalte anbieten, die von diesen mobilen Geräten empfangen werden können. In Zukunft werden mobile Endgeräte eine immer wichtigere Rolle bei dem Zugriff auf das Internet haben.
Die Internetnutzer sind ein Querschnitt unserer Gesellschaft und nutzen daher auch das Internet auf unterschiedliche Weise
Klare Unterschiede resultieren zum einen aus der Vielfalt und den Begrenzungen der verfügbaren Wahlmöglichkeiten, zum anderen aus der Bedeutung, die eine Entscheidung für das Leben von Usern hat. Je nach Entscheidungsart greifen die Anwender eher zu Websites, deren Content entweder von anderen Usern oder von Unternehmen erstellt wurde. Beispielsweise beim Kauf von Flugtickets dienen zumeist die Inhalte, die vom entsprechenden Unternehmen bereitgestellt wurden, der Entscheidungsfindung. Marketingexperten können durch Kenntnis des Entscheidungsverhaltens der User Online-Werbung in Websites optimal anpassen.
Relative Skepsis und Vorbehalte der User
Nahezu jeder User hat schon erfahren, dass er im Internet auf einfache Art und Weise Preise vergleichen, Test- und Erfahrungsberichte zu studieren kann etc. - trotz dieser und anderer erfahrbarer Nutzen, haben viele Konsumenten immer noch eine relativ starke Skepsis und Vorbehalte, die beseitigt werden sollten. Gerade was die Sicherheit und die Vertrauenswürdigkeit angeht, haben viele User gegenüber dem Internet noch Bedenken. Beim Online-Banking besteht sicherlich noch Handlungs- und Verbesserungsbedarf, was die Sicherheits-Methoden angeht. Vertrauenswürdigkeit kann nur entstehen, wenn die Unternehmen auf einen ehrlichen und offenen Webauftritt achten und danach handeln.
Die Studie zeigte trotz relativ ähnlicher Resultate in den beteiligten Ländern, doch durchaus einige sehr interessante Unterschiede zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Im Bereich Internet-Recherche und Web 2.0 Publikationen wie etwa Blogs ist Deutschland die Nr. 1, während britische User gerne ein eigenes Online-Profil etwa auf der Seite einer Community erstellen. Die Franzosen hingegen bevorzugen vor allem die Online-Kommunikation.
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Top-Ranking-Funk >> Internet-Nutzung in Europa eine Studie