Einsatz von Open-Source-Software in der Verwaltung der Schweiz umstritten!
Schweizer Nationalräte plädieren für die Nutzung von Open-Source-Software ist das sinnvoll?
In der Schweiz formiert sich Widerstand gegen die Bundesverwaltung. Sechs Nationalräte von SP, CVP, FDP, EVP, den Grünen und GLP haben deswegen eine «Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit» gegründet. Man ist der Meinung, dass die Vorteile von Open-Source-Software zum Beispiel bei der Auftragsvergabe der Lizenzverlängerungen für Microsoft nicht berücksichtigt wurden. Es handelt sich immerhin um ein Auftragsvolumen von 42 Mill. Franken. Gemäß Informatikrat der Bundesverwaltung der Schweiz sollte Open-Source-Software immer mit berücksichtigt werden. Doch an der Umsetzung zweifeln die schweizer Nationalräte und wollen politische Verstöße überprüfen.
Der Einsatz von Open-Source Software hat, so die Meinung der Nationalräte, deutliche Vorteile. Zum einen wäre da die Kostenersparnis, die sich ergeben würde. Auf der anderen Seite wiederum wird mit dem Argument "Arbeitsmarkt" hantiert. Die Produkte von Microsoft sind wartungsintensiver und brauchen entsprechenden administrativen Aufwand. Das sichert Arbeitsplätze in den IT-Abteilungen der Behörden in der Schweiz im Gegensatz zur Open-Source-Software die keinerlei Arbeitsplätze schafft.
Auch die oftmals besseren Eigenschaften der Open-Source-Software in Sachen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Erweiterbarkeit, Transparenz, Ressourceneinsparung bzw. Effizienz sind ein wichtiger Aspekt nach Meinung der Nationalräte. Die Firmen, die diese Software entwickelt haben, sind jedoch meist deutlich kleiner als Microsoft und die Gefahr des Scheiterns des Unternehmens dadurch entsprechend größer. Wer würde dann eventuell benötigte Treiber für die Open-Source Software entwickeln? Auch Inkompatibilität in Formaten und sonstige Fehlerquellen könnten dann nicht mehr beseitigt werden, der Schaden wäre groß und die einzige Lösung im schlimmsten Fall die Entwicklung einer völlig neuen Software.
Insgesamt, die Vor- wie auch die Nachteile sind gravierend. Dennoch wagen bereits einige Behörden in der EU die Umstellung. Ob es langfristig funktioniert, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen. Eine mittelfristige Überlegung in diese Richtung wäre aber schon jetzt nicht verkehrt. Wie wäre es beispielsweise mit einer Verlängerung der Lizenzen bis zu einem Zeitpunkt, ab dem genau gesagt werden kann, dass die Open-Source Software problemlos auch mit der kommerziellen Software funktioniert?
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