Wie erhöht man den Traffic von Websites?

Studie belegt Traffic-Erhöhung durch TV-Werbung

Für die Planung von crossmedialen Kampagnen sollten TV-Werbung und Online-Direktmarketing besser verknüpft werden.
Gemäß einer Studie der Performance-Marketing-Agentur Booming die die Zusammenhänge zwischen Fernsehwerbung und Suchanfragen in den Suchmaschinen herausfinden sollte, stellte sich eine ganz offensichtliche Verbindung zwischen TV-Werbespots und Online-Werbung z.B. Adsense und SEO heraus.
Bei der Untersuchung wurde der Traffic vor Ausstrahlung des TV-Werbespots und nach der Sendung gemessen. Man stellte deutlich mehr Visits auf der Website fest. Es spielte dabei keine Rolle ob die Website über die Suchergebnisse oder über bezahlte Werbung gefunden wurde.

TV-Werbung verdreifacht Such-Traffic

Die Zahlen der Studie überzeugen: 76% der Visits einer Website, die durch Suchmaschinen generiert wurden, traten zur Zeit der Ausstrahlung eines zugehörigen Werbespots auf. Die Visits – durch SEO und Keyword-Anzeigen generiert – wurden so mehr als verdreifacht. Dass der Werbespot hierbei die Ursache der zusätzlichen Anfragen auf den Suchmaschinen ist, zeigt ein Vergleich mit dem Traffic zum Zeitpunkt von Anzeigen in den gängigen Tageszeitungen. Bei beiden Anzeigeformaten ist der Anstieg des Suchmaschinentraffics sehr hoch. Anhand des Suchmaschinentraffics kann sogar erkannt werden, zu welchem Zeitpunkt ein Sender die größte Reichweite erreicht hat. Ein Werbespot auf DMAX ist beispielsweise zwischen 14 und 18 Uhr am effektivsten, verursachte er doch in der Studie immerhin 38% des Traffics.

Mehr Traffic durch SEO als mit SEM

Nach dem Beweis für den direkten Zusammenhang zwischen TV-Spots und Suchmaschinenanfragen, sollte in der Studie auch die Abhängigkeit von natürlichen und bezahlten Suchergebnissen herausgefunden werden. Das Ergebnis ist eindeutig. Mit insgesamt 56% war mehr als die Hälfte des Traffics durch natürliche Suchergebnisse hervorgerufen worden. Kostenpflichtige Anzeigen, beispielsweise bei Google, haben den Traffic nicht so entscheidend beeinflusst. Dennoch sollte auf diese Form des Marketings nicht verzichtet werden. Der Unterschied von 44% zu 56% ist nicht gravierend genug um ab sofort auf bezahlte Anzeigen zu verzichten.

Die Studie lieferte jedoch noch weitere interessante Ergebnisse:
In der Planung einer SEO- und SEM-Kampagne sollte das ggf. schlechte Gedächtnis der TV-Zuschauer mit berücksichtigt werden. Mit 16% konnte sich ein deutlicher Teil der Website-Besucher den im TV-Spot genannten Firmennamen nicht zu 100% richtig merken. Um potenzielle Besucher nicht zu verlieren sollten also definitiv auch fehlerhafte Schreibweisen des Firmennamens in die Kampagne eingebunden werden.

Kein Traffic für die Konkurrenz

Das zentrale Ergebnis der Studie kann also wie folgt zusammengefasst werden:
Die bestehenden Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen Offline und Online Instrumenten sind stärker als bisher angenommen. Über Werbung im TV kann die eigene Reichweite ausgebaut und zusätzlich emotionalisiert werden. Suchmaschinen ermöglichen es potenziellen Kunden anschließend gemäß ihren individuellen Bedürfnissen zu interagieren. Durch die direkte und zu 100% zielgruppengerechte Ansprache werden interessierte Kunden auf die richtige Adresse geleitet.
Dennoch ist es sinnvoll sich bereits im Vorfeld zu einer Ausstrahlung im TV Gedanken zur Positionierung der genutzten Suchbegriffe in den gängigen Suchmaschinen zu machen. Andernfalls können potenzielle Kunden im schlimmsten Fall sogar auf die Websites der Konkurrenz geleitet werden, was für das eigene Unternehmen mehr als nur ärgerlich ist und rausgeschmissenes Geld bedeutet.

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